Donnerstag, 6. Juni 2013

Werde heute mal nicht so viel schreiben, sondern Foto´s von der 12,5 Stunden Sightseeing Tour zeigen. Um 9 Uhr ging es los. Tracy, Shelly, Norman und ich waren dabei. Mr. Little Blue hatte heute Ruhetag. Ich wusste gar nicht mehr, wie leise Autofahren sein kann.

The World Largest Sandpiper


Fort Beausejour




Irgendwo in New Brunswick


Confederation Bridge zwischen New Brunswick und Prince Edward Island






Weiße Beine im roten Staub von Prince Edward Island


Schaut mal, was ich gefunden habe: Ein Citroen 11 CV Bj. 1957 Traction Avant


The World Largest Lobster



St. Martins, New Brunswick und Fundy Park Trail







Heimfahrt


Morgen geht es weiter Richtung Westen. Ich habe mich mit meinem Freund Timo und Kathi, am Sonntag zur Formel 1 in Montreal verabredet.

                   Au revoir!

Moncton, NB, 23.17 Ortszeit, fünf Minuten nach dem letzten Post. Liege hier auf dem Boden und schaue nebenbei NHL, LA King´s vs Chicago Blackhawks. Morgen machen wir eine große Sightseeing Tour durch New Brunswick. Fahren aber nicht mit meinem Auto. Ich weiß jetzt gar nicht genau, wer alles mitkommt und mein Auto ist zu langsam.
Der Dienstag. Nachdem die Kinder alle zur Schule waren, bin ich aufgestanden. Frühstück und nochmal kurz zu Canadien Tire. Dichtband, Bremsenreiniger und Fett besorgt. Dann angefangen das Auto zu zerlegen.


Es sah so aus, das die Verbindung, die ich schon gezeigt habe, noch nicht dicht ist. Hatte mir schon Dichtsoff besorgt. Das Problem war nur, das es eine Schraube ist, mit einer Bohrung durch den ganzen Schafft bis zum Kopf und eine Querbohrung unter dem Kopf. Dort war Sie angerissen, wollte das Risiko nicht eingehen und den Kopf abreißen und das Gewinde steckt im Motorblock. Wir riefen Mack an, netter älterer Herr der im Antik Autoclub ist. Kam gestern auch. Er gab mir auch den Tipp, wenn ich Probleme hätte, sollte ich nach dem Club fragen. Mitglieder gibt es in ganz Canada. Was Sie nicht haben, besorgen Sie mir. War aber nicht zu Hause. Dann fiel Jeannine, Norman und Bernice ein, wir könnten mal zu Bossels fahren. Bernice hatte Zeit und fuhr mich. Wir waren nicht nur da, sondern auch in drei anderen Geschäften. Nicht in Größe M 7mm, sondern erst ab M 12mm gab es die Schrauben. Zwischendurch fiel Bernice ein, wir könnten Al fragen, der restauriert auch alte Auto´s und stellt viele Teile selber her.
Er wäre zu Tisch, wir könnten in 45 Minuten vorbeikommen. Bernice erklärte Ihm das Teil am Telefon und Al wusste sofort Bescheid. Also wieder in die Lynch Street, ein paar Schrauben M7 eingesteckt und ab zu Al. Er fertigte mir zwei Schrauben mit den Bohrungen an.


Bernice und ich waren ca. 2 1/2 Stunden unterwegs. Dann noch kurz den Entenvater in Deutschland angerufen, das zweite Ölleck geschildert. Ein Druckausgleichsventil im Öleinfüllstutzen wäre kaputt,  daher kommt bei Überdruck Öl an anderer Stelle raus. Nicht schön, aber auch nicht schlimm. Immer schön nachkippen. Auto zusammengeschraubt, abgeschmiert, Öl nachgefüllt, mal die Zündkerzen getauscht und die Klappe abgedichtet. Den Rest machen wir später.
Ich musste ja noch zur Präsentation meiner neuen Wurstsorte. Mann kann ja nicht nur die Felle nutzen sondern auch den Rest. Und seit dem Pferdefleisch in Lasange ist, ist vieles möglich.




Am Abend unternahmen wir noch einen Ausflug zum Magnetic Hill in Moncton.


Der "Hügel" ist eine optische Täuschung. Folgendes passiert hier. Man steht mit seinem Auto an diesem Punkt.


Es sieht so aus, das man mit dem Auto in eine Senke fährt und dann geht es wieder bergauf. In der Mitte steht ein weißer Pfosten. Links am Straßenrand. Seht Ihr ihn?
Wir fuhren mit Norman´s Auto bergab, bis zum weißen Pfosten, legten den Leerlauf ein und rollten wieder rückwärts den Hügel hoch. Konnte es gar nicht glauben. Wieder am Startpunkt ausgestiegen und verwirrt den Kopf geschüttelt. Obwohl man vom Startpunkt aus, 100% sicher ist, das man zum Pfosten bergab fährt, fährt man eigentlich bergauf. Irre.


Danach noch Donny und Mack besucht. Mack zeigte uns sein aktuelles Projekt.



Ich glaube mein Auto ist nur halb solang wie dieser Ford Meteor 1965.


Gute Nacht.

Mittwoch, 5. Juni 2013

Ja, kaum fühlt man sich wohl, lässt man die Arbeit ruhen. Bin gestern in Moncton,NB, angekommen.
Ich habe mich bei Tammy´s Mutter einquartiert. Sie ist eine Tagesmutter. Zwischen 7 und 17 Uhr sind hier bis zu 15 Kindern. Ihr Bruder aus Fredericton ist auch hier. Es ist ein kommen und gehen.
Eine Menge Familienmitglieder sind gekommen und wollten The Duckmann aus Deutschland kennen lernen. Ich glaube ich bleib länger hier als geplant. Nun zu Montag. Nachdem die Kopfschmerzen weg waren und ich das Frühstück reingequält hatte (muss das letzte



gewesen sein) ging es los Richtung Westen. Es war eine ruhige Fahrt, wenn man das Sagen kann neben einem V8 Motor.
Zwischendurch überlegte ich, ob ich in den Fellhandel einsteige, wie die Trapper früher. Was hier so alles am Straßenrand liegt, unglaublich. Fuchs, Reh, Waschbär, Wiesel, Stinktier, Stachelschwein (da mache ich Mikadostäbe draus) usw. In Truro musste ich tanken. Der Himmel sah düster aus im Westen. Ich beschloss hier nach neuen Reifen zu fragen. Canadian Tire, Andy´s Tire und Coast Tire hatten meine Größe nicht. WalMart auch nicht. Aber Sie waren die einzigen, die sagten Sie hätten 195/55 anstatt 195/50. Kurz überlegt und beschlossen die nehmen wir. Sollte in einer Stunde wiederkommen. Shoppen und Lunch. Dann hatte Ian Zeit für mich, gefühlt war aber die ganze Belegschaft mit Mr. Little Blue beschäftigt. Hier der Fotobeweis. Der Rand der 2 Dollar Münze ist ca. 4-5 mm breit. Reifen hinten:


Reifen vorne:


Los ging´s. Nach dem die richtigen Werkzeuge gefunden waren und Ian den ersten Reifen runter hatte, stutzte er kurz und fragte wo die Bremsen wären. Versteckt.


Danach wurden wieder Handy´s und Kamera´s gezückt und ich mit dem Auto, der mit dem, ich mit dem und jeder mit jedem fotografiert. Ian und The Duckmann nach getaner Arbeit.


Mal gut, dass ich es erledigt hatte. Kurze Zeit später, fing es an zu regnen. Mr. Little Blue lag gut auf der Straße. Dafür lief Wasser ins Auto. Die vordere Lüftungsklappe. Typisch für das Auto. Ach so, der Blinker links geht auch nicht immer, schon zwei Relais ausprobiert. Die Beleuchtung der Instrumente funktioniert seit gestern auch nicht mehr. Fahre ja nur tagsüber und die Scheinwerfer leuchten. Wie gesagt, bin gegen 18 Uhr in Moncton angekommen und ganz herzlich aufgenommen worden. Tammy´s Schwester kam auch kurz vorbei. Sie arbeitet bei der RCMP. Das erste was ich zu ihr sagte war: "Ich bin nicht zu schnell gefahren, ist gar nicht möglich mit dem Auto" Als Sie ging meinte Sie, ich brauchte mir heute Nacht keine Sorgen um mein Auto machen. Alle Diensthabenden wollten heute Nacht mal vorbeifahren und sich das Auto anschauen. Also ständiger Polizeischutz.
Seit gestern sind wir zu viert unterwegs. The Duckman, Mr. Little Blue  und Monster hatte ich Euch noch nicht vorgestellt.


Ein Glücksbringer, von meiner ganzen Familie genäht. Neu ist seit gestern Lizzy, wollte Sie erst Ruth nennen, aber ich glaube Lizzy passt besser. Ist jetzt mein kleiner Schutzengel.


Morgen ist erstmal Autopflege angesagt. Bis dann.

Montag, 3. Juni 2013

Ja, es ist wirklich war, die vorderen Reifen sind runtergefahren. Nach etwas über 5000 Km. Der hat halt Power, Mr. Little Blue. Kümmern wir uns heute mal drum. Gestern war ja Sonntag, da haben auch hier manche Geschäfte zu.
Nun zu gestern. Wie gesagt Sonntag, da lässt man sich es gut gehen. Nach dem Frühstück bei Anke und Siegfried (kommen aus der Pfalz) ging es weiter nach Halifax. Im Nebel, welch Überraschung.





Auf dem Weg nach Halifax, folgendes Schild gesehen. Von wegen Däne, gebürtiger Canadier, Vater aus Deutschland (daher Krauch), Mutter aus Schweden, aber ausgewandert aus Lolland, Dänemark.
Wollte ihm doch mein Lieblings-Dänemarklied vorsingen:
"We are red, we are white, we are danish dynamite......" Hätte er wahrscheinlich gar nicht gekannt.



 Vor den Toren von Halifax wurde es richtig schön. Bin zum Hostel gefahren und ein Bett reserviert für die Nacht. Hatte Glück oder Pech, war alleine im 6er Zimmer. Habe heute in Japan geschlafen.



Danach ein Stück weiter nach Peggy´s Cove gefahren (oder wie ein Canadier sagte:"Peggy´s Cove? It´s only a rock"). Wohl Canada´s bekanntester Leuchtturm in Deutschland. Dort erstmal Mittag gegessen. Den Fisch von Herrn Krauch. Noch Geschenke verteilt, an eine Familie aus Köln.


Hier ein paar Bilder von Peggy´s Cove.









Und diesen jungen Mann aus Canada getroffen. Hatte etwas Zeit für einen kleinen Plausch. Er musste mal Luft holen. Schönen Namen hat er auch, Robert.


Hier gibt es natürlich viele dieser Lobster Körbe.


Bin aber der Meinung, bei Alaska´s gefährlichster Job sind die irgendwie viel größer. Im Anschluss wieder zurück nach Halifax. Bischen bummeln und entspannenn. Hostel liegt nur 10 Minuten vom Hafenbereich mit langer Promenade und vielen Restaurants entfernt. Nett hier.


Komische Boote gibt es hier. Da weiß man gar nicht wo vorne ist!?!






Dieser Sightseeing Bus macht die Stadtrundfahrt an Land und im Wasser.





Musste dann noch mal kurz ins Hostel. Bin zum Essen wieder zurück ins Salty´s. Hab mir was gegönnt. Hat auch ohne große Probleme geklappt. Nur satt war ich irgendwie nicht. Aber lecker.


Hinterher ging es ins THE LOWER DECK. Da geht man Sonntag´s hin. Nur fünfmal größer als Ralle´s Inn, aber proppevoll und richtig geile Livemusik. Nur mit dem Bier geht das hier nicht, keine Schaumkrone und gefühlt minus 10° kalt. Finde leider das Foto nicht.


Auf dem Heimweg noch ein Guinness im Old Triangle Pub. Auch nett.


Mal ne Quizfrage für meine Follower in Deutschland:

Wenn ich einen medium, double, double bestelle, was bekomme ich dann?

Sonntag, 2. Juni 2013

Man soll es nicht glauben, wir laufen gegen 7 Uhr im Hafen ein und die Sonne scheint. Nova Scotia gefällt mir jetzt schon. Nicht viel geschlafen.


Bin erstmal zu Ronald frühstücken. Ist halt einfach. Noch tanken und dann dachte ich mir, ist ja Samstag, da waschen die Deutschen immer Ihr Auto. Also los, gefiel ihm gar nicht. Nicht das er nach außen leckt, nach innen läufts auch. Auf jeden Fall, hatte er mit der Dusche mir schon mal was vorraus.


Walmart und dann ab nach Louisbourg.


Auch hier waren wir zu früh. Es waren noch nicht alle Gebäude auf und auch nur drei "Schauspieler" da. Ist aber toll wieder nachgebaut. Und einer hatte sogar Zeit auf Mr. Little Blue aufzupassen.


Viel Geschichte. In so einem Raum, hielten sich zu Kriegszeiten die Frauen und Kinder auf, während die Dörfer und das Fort angegriffen wurden.



Und hier die Männer. Brauchten schon damals Ihren Stammtisch zum Kartenspielen.


Auf der Weiterfahrt nochmal irgendwo getankt. Durch die großen Aufkleber werde ich jetzt noch öfters und konkreter angesprochen. Heute kam einer an, dem habe ich auch alles erklärt, da sagt der doch zu mir:" Das ist eine tolle Sache. Hier hast Du 40 Dollar, tank Dein Auto voll und habe Spaß".
Jetzt bekomme ich hier schon Geld geschenkt. Danke nochmal. Werde es in die Kasse für´s NKR tun.
Auf der Reise kam ich bei Rita´s Teahouse vorbei. Muss hier wohl eine bekannte Sängerin sein. Tee und Cookie sind auch mal gut.




Wollte eigentlich heute nach Halifax fahren, wäre aber 9.30pm geworden. Entschied mich dann den Nebenhighway 7 zu fahren und mir einen Zeltplatz in Wassernähe zu suchen. Doch kaum kam ich in Wassernähe, sah es so aus.


Hatte mir trotzdem schon einen ausgesucht, da kam ich an einem Schild vorbei: B&B bei Anke. Canadische und Deutsche Fahnen am Schild. Jetzt liege ich hier auf einem schönen Bett. Nach einer Stunde habe ich mal nachgefragt, in welchem Ort ich eigentlich angehalten habe. Ship Harbour.
Morgen  soll es dann nach Halifax und Peggy´s Cove gehen. Ein Hostel in der Innenstadt von Halifax soll mir ein Dach geben. 
Den Blinker habe ich auch endlich repariert. Wegen dem Öl schau ich nochmal am Montag, wenn ich wieder in Moncton bin. Dort muß ich mir dann auch neue Vorderreifen besorgen, ist kaum noch Profil drauf. Ganz schön am ackern der Kleine,